Dort wo niemand läuft
Es hat schon seine Gründe wenn man in einen Ort kommt, wo weit und breit keine Jogger zu sehen sind. Nun hatte ich meinen langen Lauf in einer fremden Stadt zu absolvieren. Als Läufer versuche ich schon vorher mögliche Strecken und Lieblingsstrecken anderer herauszufinden. Tja. Nichts. Zumindest scheint hier niemand zu laufen. Strecken im Netz? Nicht auffindbar. Also dachte ich mir ich laufe einfach einmal los. Mal sehen wohin es mich treibt. Was ich nicht wusste ist, das die Gegend ein einziger Berg ist. Erst geht es steil bergab, was man am Ende natürlich wieder bergauf zurücklegen darf. Aber auch dahinter scheint es kein “geradeaus” zu geben. Entweder steil bergauf oder steil bergab. Das schlaucht natürlich so sehr, das ich nach 16 km schon platt war. Wundervoll. Das wären noch ganze 8 km Kampf und Krampf. Kein Wunder das mir auf der gesamten Strecke nur eine einzige Joggerin aufgefallen ist. Ich habe fast bis ans End gekämpft. 23, 5 sind es geworden. Dann hat mich der Anblick des Ziels zu sehr gereizt.
Ich bin froh ab morgen wieder in gewohnter Umgebung zu laufen.


10. September 2010