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	<title>Grenzenlos laufen &#187; Susanne</title>
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		<title>Faul &#8211; irgendwie</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 10:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach, es ist verflixt! Nun hatte ich doch vor Wochen wieder diesen Drang und dieses Ziel Wettkämpfe zu laufen.
Beim 16er vor einer Woche war ich jedenfalls nur als Zuschauerin und Fotografin dabei. Nach dem Stich bin ich kein weiteres Mal gelaufen und da ich mir so die 16 nicht zutraute, verzichtete ich auf eine Anmeldung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, es ist verflixt! Nun hatte ich doch vor Wochen wieder diesen Drang und dieses Ziel Wettkämpfe zu laufen.</p>
<p>Beim 16er vor einer Woche war ich jedenfalls nur als Zuschauerin und Fotografin dabei. Nach dem Stich bin ich kein weiteres Mal gelaufen und da ich mir so die 16 nicht zutraute, verzichtete ich auf eine Anmeldung. Ich war nicht einmal traurig, wie noch damals zum Fürther Metropolmarathon: als ich zum ersten Mal einen Laufwettbewerb inaktiv erlebte. Komisch. Will ich gar nicht mehr laufen, hab ich den Faden verloren?</p>
<p>Das nächste Ziel ist nur so vage herausgesucht und im Kalender markiert. Nürnberger Stadtlauf am 3. Oktober. Je nach dem wann ich anfange zu trainieren will ich mich kurz vorher entscheiden, ob ich die 10, 21 oder doch wieder 0 Kilometer laufe. Letzteres beherrsche ich mitlerweile ja ganz gut.</p>
<p>Wir werden sehen, ob ich mich wieder aufraffe. Gerade habe ich ja eine neue Ausrede, ich fühle mich nämlich krank! Nächste Woche ist dann wieder Stress im Studium. Die Wespe ist schuld! Davor lief es wieder! Nun regiert der Schweinehund. Schade!</p>
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		<title>Gelb-Schwarzer Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 18:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Farbkombination sollte mich heute verfolgen. Als Verfolger meine ich nicht den Westerwelle im Biene Maya Kostüm, vor ein paar Jahren. Das wäre ja noch witzig, beim Betrachten zwar auch schmerzhaft, aber eben anders, mit Sicherheitsabstand eben.

Gemeint ist natürlich eine Wespe.
Heute Vormittag knipste ich noch ein Exemplar, ohne zu wissen, wozu es am Abend noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Farbkombination sollte mich heute verfolgen. Als Verfolger meine ich nicht den Westerwelle im Biene Maya Kostüm, vor ein paar Jahren. Das wäre ja noch witzig, beim Betrachten zwar auch schmerzhaft, aber eben anders, mit Sicherheitsabstand eben.</p>
<p><span id="more-178"></span></p>
<p>Gemeint ist natürlich eine Wespe.<br />
Heute Vormittag knipste ich noch ein Exemplar, ohne zu wissen, wozu es am Abend noch gut sein würde. Kurz darauf fiel das dumme Ding in den Kaffee und ich, was tat ich? Furchtlos und unerschrocken rettete ich das hilflose Wesen!</p>
<p>Der Dank? Es erinnert mich gerade ein wenig an den Film &#8220;Ein Soldat namens James Ryan&#8221;. Einer der Soldaten verschont einen Deutschen. Und gerade dieser Deutsche dankt es, indem er einen anderen aus dessen Kompanie, zu einem späteren Zeitpunkt tötet.</p>
<p>Am Abend kam es dann zu der zweiten Begegnung mit dem &#8220;Feind&#8221;.</p>
<p>Zack, einfach so, ohne dass ich es auch nur kommen gesehen hätte, aus dem Hinterhalt, rein in den Knöchel. Ausgerechnet in den Fuß! Zwar mehr als unwahrscheinlich, dass es die selbe Wespe gewesen ist, aber dennoch ist das gemein!</p>
<p>Und da hat man endlich wieder Lust zu laufen, ist motiviert, freut sich auf den langen Dauerlauf am morgigen Tag und dann DAS.</p>
<p>Mit einem Stich am Finger, Arm oder am Bauch hätte ich noch laufen können. Aber die dicke Beule, mal abgesehen von den Schmerzen, passt doch nicht mehr in die Asics rein.</p>
<p>Und dennoch. Ich werde wieder Wespen retten, wenn es nötig sein sollte. Im Glauben an ein friedliches Miteinander von Wespe und Läufer!</p>
<p><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_B16A4395-5B22-421E-8F2C-4D82725079F7.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-364" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_B16A4395-5B22-421E-8F2C-4D82725079F7.jpeg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_1D12C651-21A1-44EA-A258-8ABB515717B3.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-364" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_1D12C651-21A1-44EA-A258-8ABB515717B3.jpeg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_D5EAF1D9-62A9-4CD1-9088-D77BAF8356E2.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-364" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/p_1600_1200_D5EAF1D9-62A9-4CD1-9088-D77BAF8356E2.jpeg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
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		<title>Endlich zurück?</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/08/17/endlich-zuruck/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 07:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Sunny läuft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist nur los mit mir? Im Mai habe ich doch noch &#8220;den Rennsteig gerockt&#8221;, doch danach war es vorbei mit der Motivation. Zwei Monate habe ich mich mit Schweiß und Mühe von Null auf 100 gebracht, um den Halben zu laufen, meine Zeit von 2:36:00 fand ich für die geringe Vorbereitungszeit einfach toll und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist nur los mit mir? Im Mai habe ich doch noch &#8220;den Rennsteig gerockt&#8221;, doch danach war es vorbei mit der Motivation. Zwei Monate habe ich mich mit Schweiß und Mühe von Null auf 100 gebracht, um den Halben zu laufen, meine Zeit von 2:36:00 fand ich für die geringe Vorbereitungszeit einfach toll und ich war richtig stolz auf mich, genoss die Anerkennung; doch dann ließ ich das alles verpuffen&#8230;</p>
<p><span id="more-165"></span></p>
<p>Zugegeben, so ein Schnellschuss zum HM hat Spuren hinterlassen. Starke Schmerzen danach, noch eine Woche später waren meine Beine wie von Blei gefüllt und vermutlich war mein erster Lauf danach auch einfach nur übertrieben. Ein Leistungstest für ein Trainingsprogramm. Ich habe mich bis zur Erschöpfung gestriezt, Schweiß und Tränen sind kein Ausdruck. Die beiden Großmütterchen auf der Parkbank haben mich vielleicht besorgt angesehen, als ich stöhnend und nach Luft schnappend an ihnen vorbei spurtete.;)</p>
<p>So kann man sich die Lust am Laufen auch ruinieren. In Kombination mit schlechten Lauferfahrungen, wie zum Beispiel Dehydrierung und der Ignoranz einer Straßenverkäuferin, die nach Wasser gefragt keine Hilfe leistet, so dass man sich nach Hause quälen muss und dort mit Schnappatmung ankommt. Daraus habe ich nicht nur den Schluß gezogen, zukünftig selbst bei geringen Distanzen im Sommer Wasser und Geld für den Notfall mitzunehmen, sondern spätestens hier hatte ich mein Negativlauferlebnis par excellence und die Lauflust verpuffte.</p>
<p>Qual verband ich von nun an mit meinen Laufsachen, zumindest unterbewusst. Dann verlief ich mich noch, während eines weiteren Versuchs, der eigentlich richtig positiv verlaufen wäre. Denn der Lauf an sich war klasse, hätte ich danach nicht ewig umherirren müssen. So kam wohl alles zusammen.</p>
<p>Stress in der Uni, ich nahm mir die Zeit nicht mehr zum Joggen, machte ja eh nicht mehr so viel Spaß&#8230;</p>
<p>Aber man merkt es relativ schnell, dass einem im Alltag dieses Ventil fehlt, hat man es erstmal für sich entdeckt. Außerdem aß ich so weiter, wie während des Trainings, das machte meine gewonnene Läuferfigur ordentlich zu nichte. In meinem Leben danach hat definitiv was gefehlt, kurzfristige Erfolge, Adrenalin, Endorphin und ein positives Körpergefühl.</p>
<p>Das habe ich auch realisiert und versucht, wieder anzufangen. Ziel: 16km beim Fränkische Schweiz Lauf.<br />
In den letzten 3 Wochen bin ich dennoch nur 3 mal gelaufen. 5 km und trotzdem krebsrot, bei einer Geschwindigkeit von 7,20 min/km. Es war so deprimierend wieder bei nahezu Null anzufangen.</p>
<p>Gestern hat es mir dann gereicht. Am Abend bin ich noch los, wollte mir beweisen, dass ich es noch &#8220;drauf&#8221; habe. Meinen Läuferflüsterer Ricky als Fahrradbegleitung eingespannt und für 5 km verpflichtet. Insgeheim hatte ich ein anderes Ziel. Spätestens als ich die übliche Runde im Reichswald fortsetzen wollte, wusste er auch, was ich beabsichtigte. Die 10 km mussten es einfach werden. Geschwindigkeit erstmal egal. Auf die 8 min/km bin ich dennoch stolz. Es war natürlich anstengend und vielleicht kein Traumlauf. Aber endlich wieder ein Erfolg. Ich glaube, dass ich den dringend gebraucht habe!</p>
<p>Nun muss ich am Dienstag &#8220;einfach&#8221; weiter machen! Dann klappt&#8217;s auch wieder mit dem Wettkampf. Ich vermute wirklich: ich bin zurück! Auch hier im Blog ;)</p>
<p><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/l_496_480_3EEB8E4D-5F35-4E1D-9F21-81C414F74396.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-364" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/08/l_496_480_3EEB8E4D-5F35-4E1D-9F21-81C414F74396.jpeg" alt="" width="300" height="290" /></a></p>
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		<title>Den Rennsteig gerockt!</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/05/18/27/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 09:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Buchen Fichten Tannen, so schreit ich durch den Tag,
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.
Ich jodle kräftig in das Tal, das Echo bringt&#8217;s zurück,
den Rennsteig gibt&#8217;s ja nur einmal, und nur ein Wanderglück.
So schnell wie das aufregende Rennsteigwochenende begonnen hat, ist es auch schon wieder vorbei. Da bereitet man sich Wochen nur auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Durch Buchen Fichten Tannen, so schreit ich durch den Tag,<br />
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.<br />
Ich jodle kräftig in das Tal, das Echo bringt&#8217;s zurück,<br />
den Rennsteig gibt&#8217;s ja nur einmal, und nur ein Wanderglück.</span></p>
<p>So schnell wie das aufregende Rennsteigwochenende begonnen hat, ist es auch schon wieder vorbei. Da bereitet man sich Wochen nur auf dieses Ereignis vor und schon sitze ich wieder hier am heimischen Rechner und versuche alles Revue passieren zu lassen&#8230;</p>
<p><span id="more-27"></span></p>
<p><strong>Die letzten Tage davor&#8230;</strong></p>
<p>war tapering angesagt. Es ist die Phase, in der man dem Körper Ruhe gönnt und ihn mit Kohlenhydraten und Wasser mästet. Ich will gar nicht wissen, wie viel ich in diesen Tagen zugenommen habe. Am Sonntag, den 10. Mai war mein letzter langer Lauf von 15 Kilometern. Er ging leicht vom Fuße und machte Mut. Am 12. und 13. Mai ging es mir darum, noch ein wenig Tempo zu trainieren. Den ersten 8 km Lauf legte ich so in 55 Minuten zurück. Es tat richtig gut noch einmal Vollgas zu geben und die Aufregung wegzulaufen. Am Folgetag wollte dann natürlich gar nichts gehen. Ich war satt! Es ist ungefähr wie vor einer Prüfung, kurz vorher kann man den Stoff einfach nicht mehr sehen! Ich schlüpfte in die Laufschuhe und hatte so gar keine Lust mehr, auch wenn es nur 8 Kilometer sein sollten, 5 davon im Intervall, ich hatte einfach keinen Bock, die Nase voll &#8211; ich war es leid! Dieses negative Gefühlsgerüst fühlte sich natürlich so kurz vor dem Wettkampf gar nicht gut an.</p>
<p>Donnerstag und Freitag wurden dann die Beine ruhig gehalten. Nur futtern und trinken war die Devise &#8211; natürlich auch den Alltag meistern &#8211; aber eben kein Training mehr. Das hat wirklich gut getan.</p>
<p><strong>Der Abend zuvor&#8230;</strong></p>
<p>Am Freitag versuchte ich noch ruhig zu bleiben &#8211; so weit es eben möglich ist, wenn man seine Laufsachen zusammenlegt und in eine Tasche packt. Die Fahrt ging auch noch, ich hatte mein Nervenkostüm gut im Griff und beim kleinen Zwischenstopp in Schmiedefeld, wo mein Freund ein paar Bekannte aus einem Lauf-Forum traf, war ich auch noch in guter Verfassung. Es war eine nette Runde, in der wir beide die einzigen Halbmarathonis waren. Mir schlug schon doch einige Verwunderung entgegen, als sie zu Ohren bekamen, dass ich effektiv vielleicht 2 Monate trainiert habe &#8211; ja &#8211; zu diesem Zeitpunkt kam sie dann, die Panik, ganz leise pirschte sie sich an mich heran.</p>
<p>Es ging dann weiter, nach Oberhof, um unsere Startunterlagen abzuholen. Da hatte sie mich gepackt! Die Ehrfurcht und Angst saß mir im Nacken. Ich bekam einen schönen grünen Plastebeutel, in dem meine Startnummer und eine Anstecknadel, nebst Werbung und anderen Kleinigkeiten verstaut waren. Nun war es für mich greifbar &#8211; morgen geht es wirklich los. 21 km auf einer mir unbekannten Strecke unter noch ungewissen Begebenheiten. Würde es wirklich zu unserem Laufstart trocken bleiben?</p>
<p><strong>Die Nacht&#8230;</strong></p>
<p>war scheußlich. Wir schafften es erst 23 Uhr ins Bett und es war klar, dass wir morgens, Dreiviertel 5, aufstehen müssten. Obwohl ich sehr müde war konnte ich nicht gut schlafen. Ich hatte furchtbare Angstträume. Ich würde mich im Wald verlaufen, ich würde nicht über die Matten zur Start- und Zielmessung laufen, ich würde den Chip verlieren. Alles war ganz düster und nass, als wäre ich allein im Alten Wald von Tolkiens Herr der Ringe. Immer wieder drehte ich mich im Halbschlaf unruhig in den Laken.</p>
<p><strong>DER Morgen&#8230;</strong></p>
<p>Als der Wecker klingelte und ich realisierte, dass es nun in nicht mal 3 Stunden losgeht, war ich ein nervliches Frack- nur bemüht alles noch schnell anzuziehen, nichts zu vergessen! Gefreut habe ich mich über den frühen Gruß einer Freundin, die uns eine aufmunternde Zeile in der Nacht geschrieben hatte. Ihr werdet den Rennsteig rocken!!! &#8211; so sicher war ich mir da allerdings nicht.</p>
<p>Die spärliche Zeit, die uns verblieb, um uns Startklar für die Fahrt nach Oberhof zu machen, sorgte dafür, dass ich zumindest in dieser Zeit meine Nerven im Griff hatte. Ich trank schnell meinen Guten Morgen Kaffee &#8211; ohne den ich nicht gesellschaftsfähig bin, aß eine Banane, biss dreimal in mein Brötchen, friemelte nervös meine Startnummer an mein Laufshirt, darauf den Zeitmessungschip mit Rickys Hilfe in die Chiphalterung an meinem Schuh. Die Stunde bis zum Aufbruch verging so wahnsinnig schnell, da saßen wir auch schon im Auto und fuhren auf der Autobahn nach Oberhof. Alles verlief nach Zeitplan, doch war ich dennoch sehr nervös. Mein Läuferflüsterer hämmerte mir noch einmal auf meinen Wunsch hin die Strecke in den Kopf. Die ersten 6-7 km bis zum Beerberg bergauf, dann bergab, dann zwischen Kilometer 14 und 16 noch ein Anstieg. Rest bergab. Es galt die Devise: Kenne deinen Feind und wisse, wer deine Freunde sind. Noch im Auto schrieb ich meinem Bruder, der später als Zuschauer nach Schmiedefeld kommen wollte, dass er mit meiner Ankunft erst nach 3 Stunden plus X rechnen sollte. Ich traute mir nicht sonderlich viel zu.</p>
<p><strong>Kurz vor dem Startschuss in Oberhof&#8230;</strong></p>
<p>nun waren wir da. Es galt sich noch schnell von überschüssigem Wasser zu trennen und wohl jeder Läufer kennt sie, die Dixie-Klos. Immer wieder eine ganz eigene Erfahrung. Aber was will man machen, wenn die Blase drückt und man als Frau sich nicht mal so einfach an den Strassenrand stellen und das Unkraut wässern kann. Da muss man durch.</p>
<p>Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie ich mich kurz vor Laufbeginn fühlte, jedenfalls legen die Familienfotos ein deutliches Zeugnis ab. Auf ihnen wirke ich doch recht ängstlich und angespannt.</p>
<p><strong>In den Startblöcken&#8230;</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_30" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-30" title="In den StartblÃ¶cken" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteigfotos-9-225x300.jpg" alt="Warten auf den Start" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Warten auf den Start</p></div>
<p>Nach dem wir uns von unseren Begleitern verabschiedet hatten, galt es auch sich voneinander zu trennen. Ricky hatte sich deutlich früher gemeldet und so noch in den 5. Block geschafft, ich hingegen musste in den letzten &#8211; den 6. Block und wartete dort angespannt auf den Start. Die Stimmungsmusik nahm ich nur am Rande wahr. Ich war einfach beeindruckt von den Massen, die bis vorne zum Startpunkt relativ dicht gedrängt standen, von einem Bein auf das andere hüpften und wie ich auf den Startschuss warteten. Ein kurzes Zwiegespräch hatte ich mit einer Läuferin, die zu ihren Großeltern sagte, dass sie ganz allein laufen müsse und sich bestimmt vom Tempo der anderen zu sehr mitziehen lassen würde. Ich sprach sie an um herauszufinden, in welcher Zeit sie denn ankommen wolle. Als sie 2 Stunden sagte, meinte ich, dass das dann wohl nicht passen würde, denn ich wolle nur ankommen. So weit hatte ich mein Ziel nun schon nach unten korrigiert, keine drei Stunden mehr, nein &#8211; ankommen.</p>
<p><strong>Startschuss&#8230;</strong></p>
<p>Nun setzte sich Block für Block in Bewegung und gegen 7:40 Uhr ging es auch für Block 5 und 6 los. Ich ging es sehr sehr langsam an. Bald war ich im hintersten Drittel des letzten Blocks, doch als es dann von der Strasse weg in den Wald hinein ging, beschleunigte ich dann endlich. Es ging mir auch gut. Meine Waden fühlten sich kein Stück hart an und ich hatte sonst auch nicht über Zipperlein zu klagen. Die ersten 3 Kilometer legte ich so in 24 Minuten zurück. Mit jedem Kilometer ging es dann jedoch schneller und besser voran. Es war sehr aufregend. So viele Läufer mit dem selben Ziel und dann so viele nette Grüppchen an den Rändern, die einen anfeuerten. Ich musste viel Grinsen und war richtig glücklich. Der Weg zum Beerberg war jedoch nicht ohne für mich. Stücke, an denen ich realisierte, dass andere gehend schneller sind, als ich laufend, ging ich dann auch. Immer dieser Gruppenzwang ;). Jedoch spurtete ich dann auch immer öfter zwischen den Gehenden hindurch und kam richtig in Fahrt. Ich war schon überrascht, dass ich so manchen steilen Kilometer zum höchsten Punkt des Laufs mit 8 Minuten bewältigte. Allerdings drängte sich auch manchmal der Gedanke auf, dass ich noch lange nicht die Hälfte geschafft habe und mich doch um Himmelswillen nicht auspowern sollte! Nach dem Beerberg strahlte ich die stimmungsmachende Bevölkerung an.</p>
<p>Es ging langsam, dann immer deutlicher und steiler hinab, es fühlte sich gut an, über Stock und Stein, wie ein Geißlein zu springen &#8211; doch wurde mir die Gefahr dessen dann später sehr bewusst, als ein alter Mann stürzte und eine schlimme Platzwunde auf der Stirn hatte. Wir Läufer blieben stehen, die, die zuerst bei ihm waren, halfen ihm auf. Es war kein schöner Anblick. Ich beschloss, wie andere auch, lieber nach vorn zu spurten und einen Sanitäterpunkt zu erreichen. Als ich dort ankam, liefen sie bereits in die Richtung. Ich war erleichtert, dass der Punkt nicht so weit weg war, vielleicht 100 Meter. Aber diese Erfahrung ließ mich für einen großen Teil der Strecke einfach nicht mehr los. Natürlich lief auch ich nun hoch konzentriert die schwierigen Kilometer nach unten, es war wirklich sehr steinig und einmal blieb auch ich fast hängen und stolperte &#8211; konnte mich aber noch fangen. Der Unfall beherrschte noch lange meine Gedanken und so verstrichen Kilometer, ohne dass ich die Kilometerschilder wahrnahm.  Erst bei Kilometer 13 bekam ich wieder einen Blick für den Rennsteig.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-31 alignnone" title="Toller Ausblick" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteigfotos-12-300x225.jpg" alt="Toller Ausblick" width="300" height="225" />Dicke Nebelschwaden ließen ihn geheimnisvoll und auch ein wenig spooky wirken. Der Nebel lichtete sich bei Suhl. Dort hatte mich der Rennsteig dann endlich in seinen Bann gezogen. Ich hielt mehrmals an, um ein Foto vom Tal zu schießen. Es war traumhaft. Die Strecke war nun auch endlich weniger gefährlich, eine Art Kieselweg in schönem Rot-braunton.</p>
<p>Die nächsten Kilometer verflogen nur so. Erstaunt betrachtete ich meine Uhr und sah, dass ich bereits 2 Stunden unterwegs war, jedoch schon Kilometer 14 oder 15 hinter mir gelassen hatte. Es war sehr spannend viele Läufer zu überholen und ohne es wirklich bewusst zu wollen, wurde ich immer schneller und lief selbst die letzten Steigungen recht zügig nach oben. Es fehlten bald nur noch 5 Kilometer und schon bald ging es immer stärker bergab und ich gewann immer mehr an Fahrt. Zwei Kilometer schaffte ich so in je 5 Minuten. Den letzten Kilometer sprintete ich in etwa 4:30 min ins Ziel.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-34 alignnone" title="Zieleinlauf" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteig-34-300x250.jpg" alt="Zieleinlauf" width="300" height="250" /></p>
<p>So stand ich mit 2:36:00 auf dem Tacho, aber mit sehr zittrigen Beinen, hinter dem Ziel und schleppte mich dann Richtung Versorgungsposten. Verdammt stolz schrieb ich meinem Schatz, der mit mir erst nach 3 Stunden rechnete, ein Bin schon da per SMS.</p>
<p>Der Rest ist Geschichte und mein höllischer Muskelkater wird es hoffentlich auch bald sein!</p>
<p>P.S.: die Kilometerangaben sind aus dem Gedächtnis heraus und erheben keinen Anspruch auf Korrektheit- aber ungefähr müsste es passen ;)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kontrollzwang</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/05/11/kontrollzwang/</link>
		<comments>http://javaengel.de/2009/05/11/kontrollzwang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 09:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstattung]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8220;Mein Name ist Susanne und ich bin süchtig nach Pulsuhren.&#8221;
So oder so ähnlich müsste ich mich wohl in einer Selbsthilfegruppe vorstellen, in der es darum geht, sich von dieser Technik abzunabeln&#8230;

Seit Februar trainiere ich mit solchen Uhren. Es fing damit an, dass ich zunächst meine Herzfrequenz beobachtete, denn zu mehr war die Polar nicht fähig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-38" title="Technik" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/IMG_0447-300x225.jpg" alt="IMG_0447" width="300" height="225" /></p>
<p><em>&#8220;Mein Name ist Susanne und ich bin süchtig nach Pulsuhren.&#8221;</em><br />
So oder so ähnlich müsste ich mich wohl in einer Selbsthilfegruppe vorstellen, in der es darum geht, sich von dieser Technik abzunabeln&#8230;<br />
<span id="more-39"></span><br />
Seit Februar trainiere ich mit solchen Uhren. Es fing damit an, dass ich zunächst meine Herzfrequenz beobachtete, denn zu mehr war die Polar nicht fähig. Und dennoch fand sich mein Blick recht häufig auf der Digitalanzeige wieder. Dann kam der Tag, an dem die Batterie gewechselt werden musste. Also brachte ich sie zum Händler meines Vertrauens und dort bekam ich als Ersatz eine Polar mit Laufsensor! Das fand ich ja klasse. Noch mehr Anzeigen, die man im Auge behalten konnte. So viel Kontrolle! Ich wusste plötzlich, wie schnell ich laufe, wie weit ich laufe und dann war da ja auch noch meine Herzfrequenz! Ein tolles Gefühl, so motivierend, dass ich manchmal wohl gar nicht mehr wusste, ob ich der Zahlen auf dem Display wegen laufe, oder des Laufens wegen &#8230; doch was wenn die Technik am Handgelenk einmal versagte?</p>
<p>Mein Lauftagebucheintrag vom 16. April spricht hierzu BÃ¤nde!</p>
<p><em>&#8220;War genervt, weil der Gurt der Pulsuhr heute leer geworden ist. Konnte meinen Puls nicht überwachen. Dadurch war es mir nicht möglich, den eigentlich geplanten Regenerationslauf zu machen, also ein lockeres Trainingstempo zu finden.&#8221;</em></p>
<p>Sollten hier nicht die Alarmglocken schellen? Ist das nicht zu viel Technikgläubigkeit? Ein ganzer Lauf hinüber, nur weil es mir nicht möglich war, meinen Puls zu überwachen? Pulsuhr futsch &#8211; Motivation futsch? Müsste ich nach 26 Jahren in meiner Haut nicht auf mein Herz hören können?</p>
<p>Solche Fragen jedoch stellte ich mir zu diesem Zeitpunkt leider nicht. Ich baute meine Abhängigkeit noch aus, denn von nun an lief ich mit der Forerunner/Garmin, einem GPS Gerät. Protzig schmückte sie nun meine dürren Handgelenke und unterhielt mich mit mehreren Anzeigetafeln, auf denen es kaum einen Wert gab, den ich nicht kontrollieren konnte. Es ist nicht zu leugnen, dass Intervalltraining mit dieser Uhr sehr viel Spaß macht, dass sie sehr nützlich zur Auswertung ist- jedoch beeinflusste mich die ständige Information über mein Tempo dermaßen, dass ich dazu geneigt war, stets einen Schritt schneller oder langsamer zu laufen, wenn der Wert nicht genau mit meinem Zielwert übereinstimmte. Ständige Tempowechsel waren die Folge und im Rückblick schlauchten die wohl mehr, als wenn ich einfach etwas zu schnell gelaufen wäre.</p>
<p>Nicht nur das Wissen darüber, wie schnell man ist, schafft innere Unruhe, auch genau zu wissen, wie weit man noch laufen muss, hat nicht nur Vorteile. Wenn es mal nicht so rund läuft und man bei einem 10 km Lauf an der Anzeige klebt und sieht, wie man sich jeden Kilometer einzeln vorwärts schleppt, dann hat das nicht mehr viel mit Motivation zu tun, das grenzt dann schon an Masochismus.</p>
<p>Gestern Abend war Training angesagt. Allerdings nicht nur für mich, sondern auch für Ricky und es gab nur eine Pulsuhr! Ach du Schreck! Nun saßich da und überlegte, ob ich nicht wegen der fehlenden Pulsuhr das Training ausfallen lassen sollte! Glücklicherweise kam ich zur Besinnung, die darin bestand, dass ich zum Rennsteiglauf auch keine Pulsuhr haben werde! Nun allerdings war es Zeit für mich, dass ich lerne auf mich selbst zu hören, meine Kraft ohne technische Spielerei einzuteilen, denn zum Rennsteiglauf in wenigen Tagen habe ich nur eine Stoppuhr dabei. Ich werde nicht ablesen können, ob ich nun 9 oder 8 Minuten für einen Kilometer brauche und ich werde auch nicht genau wissen können, wie schnell mein Herz schlägt, während ich den Beerberg hoch kraxel&#8217;! Na schön, dachte ich mir, dann wird das nun mein Testlauf.</p>
<p>Mit der zur Stoppuhr degradierten Polar am Handgelenk lief ich gemeinsam mit Ricky zum &#8220;Trainingsgelände&#8221;, dort begann ich meine <em>Runden</em> zu laufen. Ganz ohne technische Hilfe ging es dann doch nicht, denn ich bat ihn zuvor noch, diese eine Runde, die ich immer und immer wieder laufen wollte, für mich auszumessen. Das sei erlaubt, denn zum Rennsteiglauf ist es mir auch möglich zu sehen, wie weit ich noch laufen muss um ins Ziel zu stolpern.</p>
<p>Ricky trainierte seine Intervalle, während ich genüsslich meine Runden drehte. Es ging diesmal nicht darum, dass ich eine genaue Kilometerzahl schaffen wollte, es ging nicht um eine bestimmte Zeit. Mein Ziel war lediglich, dass ich so lange laufe, bis er mit seinem Training fertig ist und dann mit ihm gemeinsam nach Hause auslaufe.</p>
<p>Es war richtig entspannend, mal nicht zu wissen, wie schnell mein Herz schlägt, wie weit ich noch laufen muss und nicht exakt zu wissen, wie schnell ich bin. So vergingen 2 Stunden, bis wir wieder zu Hause waren und erst dort errechnete ich meine zurückgelegten Kilometer. Es waren 15 Stück! Ich bin mir sicher, dass ich mit der Garmin am Handgelenk und der konkreten Vorgabe, diese Distanz zu laufen, alle 2 Kilometer verzweifelt nachgesehen hätte, wenn nicht noch öfter, wie weit es denn noch ist. Aber auch nicht zu wissen, wie schnell ich laufe, war sehr entspannend und so hatte ich am Ende einen Schnitt von 8 Minuten pro Kilometer. Ich bin mir sicher, dass ich mit der Garmin mein Tempo während des Laufs wieder gedrosselt hätte, aus Angst dann hinten einzubrechen. Und meine Herzschläge? Ich fühlte mich während des Laufens gut &#8211; das genügte.</p>
<p>Nach drei Monaten Training in Abhängigkeit von irgendwelchen Anzeigen, mit denen nicht ich mich selbst kontrollierte, sondern die mich kontrollierten, war es doch sehr befreiend, einfach mal drauf los zu laufen.</p>
<p>So habe ich nun meine Pulsuhren-Sucht überwunden und bin schon gelassener, was den Lauf am Samstag betrifft. Ich kann es jedem empfehlen, einfach mal ein Stück loszulassen und zu versuchen, mithilfe der eigenen Sinne auf den Körper zu horchen und sich nicht von den Werten der Digitalanzeige versklaven zu lassen. Ich werde weiterhin gerne mit der Garmin laufen, um zu wissen, wie weit ich war und auch bei Intervallen die Geschwindigkeit zu überprüfen, jedoch wird bei normalen Läufen mein Blick wieder mehr durch die Landschaft schweifen, als auf dem Display zu verharren.</p>
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