<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grenzenlos laufen &#187; Wettkämpfe</title>
	<atom:link href="http://javaengel.de/category/wettkampfe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://javaengel.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 Jan 2010 18:54:28 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Metropol(halb)marathon</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/08/14/metropolhalbmarathon/</link>
		<comments>http://javaengel.de/2009/08/14/metropolhalbmarathon/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 21:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ricky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://javaengel.de/?p=149</guid>
		<description><![CDATA[Vorgeschichte
Nun war also mein erster HM (Rennsteiglauf) vorüber, entdeckte ich doch einen Lauf, der ganz in meiner Nähe stattfinden sollte. Ich habe noch nie von diesem Lauf gehört, aber ich wollte die Gelegenheit nutzen, um das knapp verfehlte 2 Stunden Ziel doch noch zu knacken. Ich habe mich auch erst recht kurzfristig angemeldet.
Der Vorabend
Ganz im Gegensatz zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Vorgeschichte</span></strong><br />
Nun war also mein erster HM (<a title="Rennsteiglauf" href="http://javaengel.de/?p=78" target="_blank">Rennsteiglauf</a>) vorüber, entdeckte ich doch einen Lauf, der ganz in meiner Nähe stattfinden sollte. Ich habe noch nie von diesem Lauf gehört, aber ich wollte die Gelegenheit nutzen, um das knapp verfehlte 2 Stunden Ziel doch noch zu knacken. Ich habe mich auch erst recht kurzfristig angemeldet.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Vorabend<br />
</span></strong>Ganz im Gegensatz zum Rennsteiglauf habe ich keinerlei Schmerzen oder Krankheiten. Es geht mir gut. Ich hole meine Startunterlagen ab und das ging sogar ohne Schlange stehen zu müssen. Also schon einmal sehr gut organisiert das Ganze. Nutzen wollte ich auch gleich den Pastapartygutschein. Nunja. Eigentlich bin ich davon ausgegangen ein komplettes Gericht kostenlos zu bekommen. Dem war dann nicht so. Vielmehr hatte ich tatsächlich einen 2 EUR Gutschein. Naja. Besser als nichts habe ich mich an die Pasta gewagt. Lecker war sie ja. Am späteren Abend habe ich mit Sunny noch einmal das Fest besuchen wollen. Und was sehen wir da?</p>
<p><span id="more-149"></span></p>
<p>Nichts! Gar nichts. Kaum Menschen. Naja. Die Band war gut. Die paar Menschen die hier saßen brachten aber keine Stimmung. Irgendwie bedrückt.<a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_stimmung.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-299" title="Metropolmarathon Stimmung vor dem Lauf" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_stimmung-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Immerhin war ich deutlich weniger nervös als vor dem Rennsteiglauf. Doch gingen mir einige Sachen durch den Kopf. Wird es klappen sich diesmal weiter vorne zu platzieren? Werde ich die Geschwindigkeit halten können? War das Training ausreichend? Leider ist diesmal Sunny nicht mit am Start. Somit muss ich meine Läufernervosität alleine bekämpfen.<br />
Es wurde spät. Die Stimmung wurde besser aber ich wollte dann besser nach Hause. Ausruhen. Kräfte sammeln. Es war trotz Tapering eine sehr harte Arbeits-/Studiumwoche.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Ein paar Stunden vor dem Start<br />
</span></strong>Wie immer versuche ich am Vortag sehr früh aufzustehen, um abends dann sehr müde ins Bett zu fallen. Das hat wieder einmal gut funktioniert. Hundemüde schläft es sich einfach besser. Somit  war ich am morgen vor dem Lauf wieder sehr früh wach und fit, um rechtzeitig am Start zu sein.</p>
<p>Auf nach Fürth mit dem Zug um mich dort noch ein wenig warmzulaufen. Diesmal komme ich mir schon wie ein alter Hase vor. Einlaufen. Rund zwei Kilometer in den Menschenmassen. Es fühlt sich seltsam an. Warum hier schon Energie verschwenden? Ganz klar! Heute geht es richtig zur Sache. Ich möchte gleich schnell starten. Hier sind warme Muskeln von Vorteil.</p>
<p>Ich habe mich vorher recht gut über das Höhenprofil, Startrichtung und Umgebung informiert. Somit hat es mich gewundert das so viele in die falsche Richtung standen. Bis der Moderator endlich einmal die Leute auf die andere Seite schickte, dauerte es bis 15 Minuten vor dem Start. Das gab dann ein wenig Gedrängel. Ich stand diesmal recht gut platziert; ganz im Gegensatz zum Rennsteiglauf; recht weit vorne. Zu weit vorne, wie ich später bemerkt habe. Das nächste Mal muss ich einen Mittelweg finden um andere nicht zu behindern. Daran merkt man eben das ich noch blutiger Anfänger bin.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_aufregung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-302" title="Metropolmarathon - aufgeregt" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_aufregung-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Kurz vor dem Start<br />
</span></strong>Stimmung wollte hier nicht so recht aufkommen. Laber laber laber. Statt fetzige Stimmungsmusik nur Gerede. Schrecklich. Das haben die Thüringer deutlich besser drauf. Ich war schon richtig demotiviert und habe nur noch auf den Start gehofft. Ich sah laut Sunny richtig genervt aus.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Start<br />
</span></strong>Endlich weg von diesem Moderator! Diesmal kann ich wirklich in meiner Geschwindigkeit starten. Völlig deprimiert vom schlechtem Startprogramm laufe ich los und lasse mich von klatschenden Zuschauern endlich in die richtige Stimmung bringen!</p>
<p>Ja! Ja! Ja! Endlich! Ich bin heiß!! Ich bin heiß auf den Lauf! Heiß auf die nächsten zwei Stunden!</p>
<p>Natürlich laufe ich so viel zu schnell los. 5:00 min/km auf den ersten drei Kilometern. So kann das nicht gut gehen. Ruhig Ricky. Ruhig. Ich versuche abzubremsen. Langsam pendle ich mich bei 5:30 min/km ein. Warum nicht. Der Puls ist ok. Ich fühle mich gut. Weiter so!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Die ersten zehn Kilometer<br />
</span></strong>Euphorie weicht Konzentration. Ich bin hochkonzentriert. Mich stört nichts. Ich nehme alles auf. Jeder Band wird gelauscht. Nichts bringt mich aus der Ruhe. Ich nehme jedes Getränk an, verweile aber keine Sekunde an der Getränkestation. Heute ist mein Tag! Die zwei Stunden werden fallen! Ich liege gut in der Zeit. Ich fühle mich topfit. Jedem Zuschauer wird zurückgejubelt. Ich konzentriere mich, aber die Strecke ist einfach zu genial um sie nicht zu beachten. Ich genieße das Jubeln der Fürther. Spaß ist heute kein Ausdruck. Auffallend die häufigen Getränkestationen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Bis Kilometer 18<br />
</span></strong>Ich laufe durch die verschiedensten Gegenden Fürths. Durch tolle grüne Landschaften. Einem Kanal. Ein Stadion! Ja tatsächlich. Eine halbe Runde durch ein kleines Stadion durften wir rennen. Ich merke so langsam das ich schon lange viel zu schnell unterwegs war. Aber das macht mir (noch) nichts. Ich bin hochmotiviert. Die Uhr zeigt unglaubliche 5:29 min/km an. Kann das sein? Egal!</p>
<p>So langsam wird es wieder urbaner. Noch mehr Menschen an den Straßen. Ich bin fertig. Die Zuschauer treiben mich durch die Stadt! Es wird zunehmend schwerer. Ich nutze jede Getränkestation (die immer häufiger werden) um mir gleich zwei Becher zu krallen. Ich war so fertig das mir einer beim Krallen runtergefallen ist. Da ist ein kleiner Junge mit einem vollem Becher hinterhergesprintet und hat mir einen neuen gereicht! Toll!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Die letzten Kilometer<br />
</span></strong><a href="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_erwischt.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-304" title="Metropolmarathon - erwischt!" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2010/01/metro_erwischt-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Aufhören? Nein. Bloß nicht. Dann brauch ich noch länger zu den Getränken und dem Essen im Ziel. Ich laufe wie in Trance. Kein Blick mehr für die Pulsuhr. Ziel ich komme! Komm! Du hast es so lange durchgehalten! Das schaffst du! Ein starker Anstieg lässt mich verzweifeln. Der Stadtkern liegt schon vor mir! Ich bin doch kein Walker! So schaffe ich es meine Geschwindigkeit zu halten. Jetzt habe ich keine Kraft mehr zurückzujubeln. Ich versuche meine Kraft für die letzten Kilometer zu sammeln. <em><strong>&#8220;Ja Ricky! Wohoho Endspurt!&#8221; </strong><span style="font-style: normal;">Was? Wo? Wie? Das bin ja ich. Ich schaue hoch und sehe Sunny mir zujubeln. Ich raffe mich auf! Na also! Es geht doch! Bald bist du im Ziel!</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Ich laufe nun wieder motivierter. Mein Schritt sieht wieder sportlicher aus. Was solch eine Motivationsspritze doch ausmachen kann. Ich konzentriere mich auf das Kopfsteinpflaster und plötzlich : <em>&#8220;Ricky! Zielgerade! Gleich geschafft!&#8221;. </em>Da steht sie schon wieder. Was? Wie? Ist sie schneller gegangen als ich gelaufen? Nicht nachdenken.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Ich biege um eine Ecke und sehe das Ziel! JAAA! Ich gebe Gas! Ein letztes Mal. Arme hoch. Straffer Oberkörper. Die Beine arbeiten gut mit. Ich sprinte mit hoher Geschwindigkeit ins Ziel. Völlig torkelnd hängt mir jemand meine Medaille um. Ich versuche nicht anzuhalten. Wo sind die Getränke. Schnell!</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Wasser um Wasser trinke ich, bis Sunny endlich eintrifft. Das kommt mir ewig lange vor. Jetzt erst schaue ich auf die Uhr. Mein Puls sinkt. Die Zeit? 1:54:19? Hä? Nein. Das kann nicht sein. Besser mal das offizielle Ergebnis abwarten.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;">Tatsächlich bestätigt sich diese Zeit auf die Sekunde genau. Überglücklich verlasse ich das Gelände um einen schönen Tag ausklingen zu lassen.</span></em></p>
<p>Nächstes Jahr liebes Fürther Team, bin ich wieder dabei. Aber diesmal beim Marathon!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Fazit</span></strong></p>
<p style="text-align: left;">Dieser Lauf hat mir sehr gefallen. Ich war gut vorbereitet. Hatte keine Angst. Habe gekämpft. Es war alles sehr gut organisiert. Es gab Melonen auf der Strecke. Kuchen im Ziel. Unheimlich viele Getränkestellen. Überhaupt. Alles was das Läuferherz begehrt und dazu noch eine recht niedrige Anmeldegebühr. Ich kann diesen Lauf nur weiterempfehlen!</p>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://javaengel.de/2009/08/14/metropolhalbmarathon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rennsteiglauf 2009</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/07/29/rennsteiglauf-2009/</link>
		<comments>http://javaengel.de/2009/07/29/rennsteiglauf-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 21:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ricky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://javaengel.de/?p=78</guid>
		<description><![CDATA[Nun war es endlich soweit. Der große Tag meines ersten HM kam näher. Mein Gewicht war von 105 kg auf immerhin unter 90 kg gesunken. Meine Fitness war sehr gut. Ich konnte mein Training recht gut durchziehen bis auf eine Grippe, die mich 2 Wochen flachgelegt hat. Ich hatte leichte Knieschmerzen rechts und machte mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun war es endlich soweit. Der große Tag meines ersten HM kam näher. Mein Gewicht war von 105 kg auf immerhin unter 90 kg gesunken. Meine Fitness war sehr gut. Ich konnte mein Training recht gut durchziehen bis auf eine Grippe, die mich 2 Wochen flachgelegt hat. Ich hatte leichte Knieschmerzen rechts und machte mir schon Sorgen was das wohl werden wird.</p>
<p>Nun war der Mai gekommen. Und damit der Rennsteiglauf. Mein erster Halbmarathon. Man mag kaum glauben wie aufgeregt ich war. Fragen über Fragen stellten sich mir:</p>
<p>Würde ich es durchhalten? Welche Zeit kann ich laufen? Werden meine leichten Kniebeschwerden schlimmer? Wie werden mir die Höhenmeter bekommen?</p>
<p><span id="more-78"></span></p>
<p>Der letzte Trainingslauf war mies. 8 km wollte ich laufen. Nur 8 km! Nach 5 km mußte ich abbrechen wegen starken Schmerzen im rechten Bein. Wo der Schmerz genau saß? Keine Ahnung! In der Wade. Im Knie. Überall. PANIK! Was nun?</p>
<p>Zwei Tage Ruhe habe ich mir vor dem Debut verordnet. Und tatsächlich gingen die Beschwerden weg. Ich war topfit an diesem Tag. In Oberhof angekommen war es nach einer sehr regnerischen und stürmischen Nacht zumindest trocken und bewölkt. Eigentlich optimales Laufwetter. Die Temperatur auf dieser Höhe fühlte sich sehr kalt an &#8211; also nahm ich eine Jacke mit.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Kurz vor dem Start</span></em></strong></p>
<p>Beim Rennsteiglauf wird in Startblöcke aufgeteilt. Sinnigerweise werden Neulinge gaaaanz hinten einsortiert. Super. Es schwant mir schon vorab Böses. Das Gefühl in dieser Masse zu stehen, fand ich zu Beginn richtig berauschend. Alles Gleichgesinnte &#8212; Verrückte. Unbeschreiblich. Große Freude das ich es so weit geschafft habe in solch einer Schlange zu stehen. Der Moderator macht Stimmung. Die Musik gefällt mir. Einmal noch die Schnürung kontrolliert und dann langes Warten auf den Startschuß! Laolawellen funktionieren hier richtig gut. Alle machen mit. Ich sehe mich um und mir schwant schon wieder böses &#8211; fast nur ältere Menschen. Menschen mit T-Shirts : &#8220;Ich walke den Rennsteig&#8221;. Verdammt. Warum nur wurde ich gezwungen hier zu stehen?</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Der Start</span></em></strong></p>
<p>Und nun ist es soweit! Der Startschuß. Natürlich brauche ich noch einige Zeit bis zur Ziellinie. Ich kann es kaum erwarten. Mein Puls schießt schon jetzt auf 140. Unglaublich! Und dann endlich die Startlinie! Jubeln! Schreie! Musik! Kreischen! Eine unglaubliche Stimmung erwartet mich kurz hinter der Startlinie. Ich versuche mich zu konzentrieren und laufe recht konstant mein Tempo auf einer breiten Teerstrasse. Stau gibt es hier nicht. Ich überhole viele Läufer. Niemand überholt mich an dieser Stelle. Das macht mich ein wenig Stolz und gibt mir Mut für den bestehenden Anstieg!</p>
<p>Nun biegen wir auf einen Waldweg ein. Der Weg wird natürlich zunehmends enger. Und -unglaublich- so gut wie alle gehen hier &#8211; an der ersten Steigung! Panik! Darauf war ich gar nicht vorbereitet! Also Ruckzuck seitlich auf den Hang geklettert und über Stock und Stein gerannt, damit ich wenistens halbwegs Geschwindigkeit aufnehme.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Der Aufstieg zum Beerberg</span></strong></em></p>
<p>Ich knicke oft um. Muss aufpassen das ich nicht stürze. Überhole Gehenden um Gehenden. Insgeheim murmle ich immer wieder: RennsteigLAUF &#8211; nicht GEHsteiglauf. Nunja. Ich bahne mir meinen Weg zwischen Stock und Stein. Werde immer wieder gezwungen zu stoppen. Das kostet Kraft und viel Zeit. Die erste Verpflegungsstation nutzen viele um zu rasten. Ich bin kein bißchen ausgelastet und brauche nichts. Irgendwo muss ich wohl das Schild : &#8220;Beerberg &#8211; höchster Punkt des Laufes!&#8221; verpasst haben &#8211; es ging bergab.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Das Mittelstück</span></em></strong></p>
<p>Hier konnte ich nun endlich wieder den Waldweg nutzen. Leider immer noch sehr verstopft und vor allem schlammig habe ich viele Menschen stürzen sehen. Ich mache etwas vorsichtiger und schaue zum ersten Mal auf die Uhr. Panik! Schnitt 7:10 min/km. Was nun? Gas geben! Ich sprinte los! Überhole weiterhin Läufer um Läufer und ärgere mich immer wieder über diese Vorgehensweise; neue Läufer in den letzten Startblock zu stecken. Das darf nicht wahr sein. Endlich kommt km 14. Die Strecke bleibt voll aber ich kann nun zumindest meine Geschwindigkeit laufen so wie ich sie möchte. Das ist aber nur mit einem extremen Schlängellauf möglich bei dem ich mich sehr konzentrieren muss, um nicht zu stürzen. Die Wege sind unheimlich schlammig. Die Wiesen stehen unter Wasser. Es ist verdammt rutschig. Riesige Wasserlöcher muss man umlaufen &#8211; mitten durchs Gestrüpp. Tja. Wer als ersten Lauf einen Crosslauf wählt ist ja auch selbst schuld.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Das Ende naht</span></strong></em></p>
<p>Es geht mehr bergab als bergauf. Ich gebe Gas und laufe nun ständig mit einer Geschwindigkeit von 5 min/km. Ich muss mich ständig drosseln damit ich mich nicht verletze. Umknicken ist keine Seltenheit. Die Wege sind unterspült. Viele Wurzeln. Es ist nicht leicht. Ich überhole weiterhin unheimlich viele Läufer. Das motiviert mich mittlerweile, da ich in meinem Lauf nicht mehr behindert werde. Es macht zunehmend Spaß. Dann kommt noch ein Anstieg! Daran habe ich gar nicht mehr gedacht. Natürlich habe ich mir vorher genau das Höhenprofil angeschaut. Vergessen hab ich den Anstieg dennoch. Und der hatte es echt in sich! Wiederum scheinen alle zu gehen. Ich gebe dagegen Gas und versuche Zeit gut zu machen. Es ist hart! Sehr hart! Die Tränen stehen mir in die Augen. Zuschauer rufen mir zu : &#8220;Weiter so! Durchhalten&#8221;. Ich kann den Berg mit 5:30 min/km erklimmen. Unglaublich! Auf der Kuppe bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf den Thüringer Wald. Toll! Endlich habe ich Blick auf die Landschaft, da die Strecke nun nicht mehr so rutschig ist. Ich finde aber weiterhin niemanden der in meiner Geschwindigkeit läuft. Schade.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Endspurt</span></strong></em></p>
<p>Nun steht ein Helfer am Strassenrand und behauptet das es nun nur noch bergab geht. Ich gebe wieder Gas. Mobilisiere meine Kräfte. Ich bin gut drauf. Da geht noch was. Ich streife mit meinen Blicken die wunderschöne Landschaft und nutze den Berablauf, um die erste schlechte Hälfte wieder gut zu machen. Meine Geschwindigkeit interessiert mich nicht mehr. Ich fühle mich als ob ich den Berg hinunterfliege! Ich überhole viele in sehr hoher Geschwindigkeit. Nun werden es wieder mehr Zuschauer. Jubel. Schreie. Ich spüre das Ziel. Musik überall. Ich gebe noch mehr Gas. Der letzte fiese Anstieg &#8211; ich gebe jetzt nicht mehr auf. Ich versuche alle Kräfte zu mobilisieren und sprinte nun mit unglaublichen 4:30 min/km die letzten beiden Kilometer. Bis ins Ziel kann ich noch mindestens 20 Läufer überholen. Es macht mir Spaß! Über die Matten  und &#8212;- Sieg! Die Mühe hat sich gelohnt.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Nach dem Lauf</span></strong></em></p>
<p>Meine Beine waren schwer. Ich taumle umher. Versuche nicht anzuhalten. Wie in Trace trinke ich Becher um Becher Wasser. Ich bin froh und stolz auf meine Zeit. 2:10 habe ich mir vorgenommen. 2:02 sind es geworden. Ich war mir jederzeit sicher das ich die 2 Stunden Marke geknackt hätte wenn da nicht die sehr langsame erste Hälfte gewesen wäre.</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Fazit</span></strong></em></p>
<p>Ich kann den Rennsteiglauf sehr empfehlen. Das einzige Problem werden ambitionierte Läufer haben, wenn sie gleich beim ersten Lauf ein wenig schneller laufen wollen. Ich bin nun wahrlich kein Düsenjet. Eher eine Dampflokomotive. Wie muss es erst den richtig schnellen Läufern ergangen sein? Dennoch ist die Landschaft beeindruckend. Es ist alles gut organisiert. Die Stimmung reißt mit und die Thüringer sind sehr nett und feuern einen an. Ich habe leider auch einen ungünstigen Tag erwischt, was das Wetter betrifft. In der Nacht hat es eimerweise geregnet. Der Boden war aufgeweicht, durchnässt und durchspült. Das ist sicher nicht immer so. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Wahrscheinlich beim Marathon. Dort gibt es glücklicherweise auch keine Startblöcke</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://javaengel.de/2009/07/29/rennsteiglauf-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Den Rennsteig gerockt!</title>
		<link>http://javaengel.de/2009/05/18/27/</link>
		<comments>http://javaengel.de/2009/05/18/27/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 09:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://javaengel.de/?p=27</guid>
		<description><![CDATA[Durch Buchen Fichten Tannen, so schreit ich durch den Tag,
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.
Ich jodle kräftig in das Tal, das Echo bringt&#8217;s zurück,
den Rennsteig gibt&#8217;s ja nur einmal, und nur ein Wanderglück.
So schnell wie das aufregende Rennsteigwochenende begonnen hat, ist es auch schon wieder vorbei. Da bereitet man sich Wochen nur auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Durch Buchen Fichten Tannen, so schreit ich durch den Tag,<br />
begegne vielen Freunden, sie sind von meinem Schlag.<br />
Ich jodle kräftig in das Tal, das Echo bringt&#8217;s zurück,<br />
den Rennsteig gibt&#8217;s ja nur einmal, und nur ein Wanderglück.</span></p>
<p>So schnell wie das aufregende Rennsteigwochenende begonnen hat, ist es auch schon wieder vorbei. Da bereitet man sich Wochen nur auf dieses Ereignis vor und schon sitze ich wieder hier am heimischen Rechner und versuche alles Revue passieren zu lassen&#8230;</p>
<p><span id="more-27"></span></p>
<p><strong>Die letzten Tage davor&#8230;</strong></p>
<p>war tapering angesagt. Es ist die Phase, in der man dem Körper Ruhe gönnt und ihn mit Kohlenhydraten und Wasser mästet. Ich will gar nicht wissen, wie viel ich in diesen Tagen zugenommen habe. Am Sonntag, den 10. Mai war mein letzter langer Lauf von 15 Kilometern. Er ging leicht vom Fuße und machte Mut. Am 12. und 13. Mai ging es mir darum, noch ein wenig Tempo zu trainieren. Den ersten 8 km Lauf legte ich so in 55 Minuten zurück. Es tat richtig gut noch einmal Vollgas zu geben und die Aufregung wegzulaufen. Am Folgetag wollte dann natürlich gar nichts gehen. Ich war satt! Es ist ungefähr wie vor einer Prüfung, kurz vorher kann man den Stoff einfach nicht mehr sehen! Ich schlüpfte in die Laufschuhe und hatte so gar keine Lust mehr, auch wenn es nur 8 Kilometer sein sollten, 5 davon im Intervall, ich hatte einfach keinen Bock, die Nase voll &#8211; ich war es leid! Dieses negative Gefühlsgerüst fühlte sich natürlich so kurz vor dem Wettkampf gar nicht gut an.</p>
<p>Donnerstag und Freitag wurden dann die Beine ruhig gehalten. Nur futtern und trinken war die Devise &#8211; natürlich auch den Alltag meistern &#8211; aber eben kein Training mehr. Das hat wirklich gut getan.</p>
<p><strong>Der Abend zuvor&#8230;</strong></p>
<p>Am Freitag versuchte ich noch ruhig zu bleiben &#8211; so weit es eben möglich ist, wenn man seine Laufsachen zusammenlegt und in eine Tasche packt. Die Fahrt ging auch noch, ich hatte mein Nervenkostüm gut im Griff und beim kleinen Zwischenstopp in Schmiedefeld, wo mein Freund ein paar Bekannte aus einem Lauf-Forum traf, war ich auch noch in guter Verfassung. Es war eine nette Runde, in der wir beide die einzigen Halbmarathonis waren. Mir schlug schon doch einige Verwunderung entgegen, als sie zu Ohren bekamen, dass ich effektiv vielleicht 2 Monate trainiert habe &#8211; ja &#8211; zu diesem Zeitpunkt kam sie dann, die Panik, ganz leise pirschte sie sich an mich heran.</p>
<p>Es ging dann weiter, nach Oberhof, um unsere Startunterlagen abzuholen. Da hatte sie mich gepackt! Die Ehrfurcht und Angst saß mir im Nacken. Ich bekam einen schönen grünen Plastebeutel, in dem meine Startnummer und eine Anstecknadel, nebst Werbung und anderen Kleinigkeiten verstaut waren. Nun war es für mich greifbar &#8211; morgen geht es wirklich los. 21 km auf einer mir unbekannten Strecke unter noch ungewissen Begebenheiten. Würde es wirklich zu unserem Laufstart trocken bleiben?</p>
<p><strong>Die Nacht&#8230;</strong></p>
<p>war scheußlich. Wir schafften es erst 23 Uhr ins Bett und es war klar, dass wir morgens, Dreiviertel 5, aufstehen müssten. Obwohl ich sehr müde war konnte ich nicht gut schlafen. Ich hatte furchtbare Angstträume. Ich würde mich im Wald verlaufen, ich würde nicht über die Matten zur Start- und Zielmessung laufen, ich würde den Chip verlieren. Alles war ganz düster und nass, als wäre ich allein im Alten Wald von Tolkiens Herr der Ringe. Immer wieder drehte ich mich im Halbschlaf unruhig in den Laken.</p>
<p><strong>DER Morgen&#8230;</strong></p>
<p>Als der Wecker klingelte und ich realisierte, dass es nun in nicht mal 3 Stunden losgeht, war ich ein nervliches Frack- nur bemüht alles noch schnell anzuziehen, nichts zu vergessen! Gefreut habe ich mich über den frühen Gruß einer Freundin, die uns eine aufmunternde Zeile in der Nacht geschrieben hatte. Ihr werdet den Rennsteig rocken!!! &#8211; so sicher war ich mir da allerdings nicht.</p>
<p>Die spärliche Zeit, die uns verblieb, um uns Startklar für die Fahrt nach Oberhof zu machen, sorgte dafür, dass ich zumindest in dieser Zeit meine Nerven im Griff hatte. Ich trank schnell meinen Guten Morgen Kaffee &#8211; ohne den ich nicht gesellschaftsfähig bin, aß eine Banane, biss dreimal in mein Brötchen, friemelte nervös meine Startnummer an mein Laufshirt, darauf den Zeitmessungschip mit Rickys Hilfe in die Chiphalterung an meinem Schuh. Die Stunde bis zum Aufbruch verging so wahnsinnig schnell, da saßen wir auch schon im Auto und fuhren auf der Autobahn nach Oberhof. Alles verlief nach Zeitplan, doch war ich dennoch sehr nervös. Mein Läuferflüsterer hämmerte mir noch einmal auf meinen Wunsch hin die Strecke in den Kopf. Die ersten 6-7 km bis zum Beerberg bergauf, dann bergab, dann zwischen Kilometer 14 und 16 noch ein Anstieg. Rest bergab. Es galt die Devise: Kenne deinen Feind und wisse, wer deine Freunde sind. Noch im Auto schrieb ich meinem Bruder, der später als Zuschauer nach Schmiedefeld kommen wollte, dass er mit meiner Ankunft erst nach 3 Stunden plus X rechnen sollte. Ich traute mir nicht sonderlich viel zu.</p>
<p><strong>Kurz vor dem Startschuss in Oberhof&#8230;</strong></p>
<p>nun waren wir da. Es galt sich noch schnell von überschüssigem Wasser zu trennen und wohl jeder Läufer kennt sie, die Dixie-Klos. Immer wieder eine ganz eigene Erfahrung. Aber was will man machen, wenn die Blase drückt und man als Frau sich nicht mal so einfach an den Strassenrand stellen und das Unkraut wässern kann. Da muss man durch.</p>
<p>Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie ich mich kurz vor Laufbeginn fühlte, jedenfalls legen die Familienfotos ein deutliches Zeugnis ab. Auf ihnen wirke ich doch recht ängstlich und angespannt.</p>
<p><strong>In den Startblöcken&#8230;</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_30" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-30" title="In den StartblÃ¶cken" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteigfotos-9-225x300.jpg" alt="Warten auf den Start" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Warten auf den Start</p></div>
<p>Nach dem wir uns von unseren Begleitern verabschiedet hatten, galt es auch sich voneinander zu trennen. Ricky hatte sich deutlich früher gemeldet und so noch in den 5. Block geschafft, ich hingegen musste in den letzten &#8211; den 6. Block und wartete dort angespannt auf den Start. Die Stimmungsmusik nahm ich nur am Rande wahr. Ich war einfach beeindruckt von den Massen, die bis vorne zum Startpunkt relativ dicht gedrängt standen, von einem Bein auf das andere hüpften und wie ich auf den Startschuss warteten. Ein kurzes Zwiegespräch hatte ich mit einer Läuferin, die zu ihren Großeltern sagte, dass sie ganz allein laufen müsse und sich bestimmt vom Tempo der anderen zu sehr mitziehen lassen würde. Ich sprach sie an um herauszufinden, in welcher Zeit sie denn ankommen wolle. Als sie 2 Stunden sagte, meinte ich, dass das dann wohl nicht passen würde, denn ich wolle nur ankommen. So weit hatte ich mein Ziel nun schon nach unten korrigiert, keine drei Stunden mehr, nein &#8211; ankommen.</p>
<p><strong>Startschuss&#8230;</strong></p>
<p>Nun setzte sich Block für Block in Bewegung und gegen 7:40 Uhr ging es auch für Block 5 und 6 los. Ich ging es sehr sehr langsam an. Bald war ich im hintersten Drittel des letzten Blocks, doch als es dann von der Strasse weg in den Wald hinein ging, beschleunigte ich dann endlich. Es ging mir auch gut. Meine Waden fühlten sich kein Stück hart an und ich hatte sonst auch nicht über Zipperlein zu klagen. Die ersten 3 Kilometer legte ich so in 24 Minuten zurück. Mit jedem Kilometer ging es dann jedoch schneller und besser voran. Es war sehr aufregend. So viele Läufer mit dem selben Ziel und dann so viele nette Grüppchen an den Rändern, die einen anfeuerten. Ich musste viel Grinsen und war richtig glücklich. Der Weg zum Beerberg war jedoch nicht ohne für mich. Stücke, an denen ich realisierte, dass andere gehend schneller sind, als ich laufend, ging ich dann auch. Immer dieser Gruppenzwang ;). Jedoch spurtete ich dann auch immer öfter zwischen den Gehenden hindurch und kam richtig in Fahrt. Ich war schon überrascht, dass ich so manchen steilen Kilometer zum höchsten Punkt des Laufs mit 8 Minuten bewältigte. Allerdings drängte sich auch manchmal der Gedanke auf, dass ich noch lange nicht die Hälfte geschafft habe und mich doch um Himmelswillen nicht auspowern sollte! Nach dem Beerberg strahlte ich die stimmungsmachende Bevölkerung an.</p>
<p>Es ging langsam, dann immer deutlicher und steiler hinab, es fühlte sich gut an, über Stock und Stein, wie ein Geißlein zu springen &#8211; doch wurde mir die Gefahr dessen dann später sehr bewusst, als ein alter Mann stürzte und eine schlimme Platzwunde auf der Stirn hatte. Wir Läufer blieben stehen, die, die zuerst bei ihm waren, halfen ihm auf. Es war kein schöner Anblick. Ich beschloss, wie andere auch, lieber nach vorn zu spurten und einen Sanitäterpunkt zu erreichen. Als ich dort ankam, liefen sie bereits in die Richtung. Ich war erleichtert, dass der Punkt nicht so weit weg war, vielleicht 100 Meter. Aber diese Erfahrung ließ mich für einen großen Teil der Strecke einfach nicht mehr los. Natürlich lief auch ich nun hoch konzentriert die schwierigen Kilometer nach unten, es war wirklich sehr steinig und einmal blieb auch ich fast hängen und stolperte &#8211; konnte mich aber noch fangen. Der Unfall beherrschte noch lange meine Gedanken und so verstrichen Kilometer, ohne dass ich die Kilometerschilder wahrnahm.  Erst bei Kilometer 13 bekam ich wieder einen Blick für den Rennsteig.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-31 alignnone" title="Toller Ausblick" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteigfotos-12-300x225.jpg" alt="Toller Ausblick" width="300" height="225" />Dicke Nebelschwaden ließen ihn geheimnisvoll und auch ein wenig spooky wirken. Der Nebel lichtete sich bei Suhl. Dort hatte mich der Rennsteig dann endlich in seinen Bann gezogen. Ich hielt mehrmals an, um ein Foto vom Tal zu schießen. Es war traumhaft. Die Strecke war nun auch endlich weniger gefährlich, eine Art Kieselweg in schönem Rot-braunton.</p>
<p>Die nächsten Kilometer verflogen nur so. Erstaunt betrachtete ich meine Uhr und sah, dass ich bereits 2 Stunden unterwegs war, jedoch schon Kilometer 14 oder 15 hinter mir gelassen hatte. Es war sehr spannend viele Läufer zu überholen und ohne es wirklich bewusst zu wollen, wurde ich immer schneller und lief selbst die letzten Steigungen recht zügig nach oben. Es fehlten bald nur noch 5 Kilometer und schon bald ging es immer stärker bergab und ich gewann immer mehr an Fahrt. Zwei Kilometer schaffte ich so in je 5 Minuten. Den letzten Kilometer sprintete ich in etwa 4:30 min ins Ziel.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-34 alignnone" title="Zieleinlauf" src="http://javaengel.de/wp-content/uploads/2009/07/Rennsteig-34-300x250.jpg" alt="Zieleinlauf" width="300" height="250" /></p>
<p>So stand ich mit 2:36:00 auf dem Tacho, aber mit sehr zittrigen Beinen, hinter dem Ziel und schleppte mich dann Richtung Versorgungsposten. Verdammt stolz schrieb ich meinem Schatz, der mit mir erst nach 3 Stunden rechnete, ein Bin schon da per SMS.</p>
<p>Der Rest ist Geschichte und mein höllischer Muskelkater wird es hoffentlich auch bald sein!</p>
<p>P.S.: die Kilometerangaben sind aus dem Gedächtnis heraus und erheben keinen Anspruch auf Korrektheit- aber ungefähr müsste es passen ;)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://javaengel.de/2009/05/18/27/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
